10 März     0 Kommentare

Google Algorithmus

Medienberichten zufolge hat der Suchmaschinengigant Google seinem Algorithmus ein umfassendes Update verpasst. Das gab der Konzern gestern zum 15. Geburtstag auf einer Pressekonferenz bekannt. Die Präsentation des neuen Codes fand in eben der Garage statt, in der Sergey Brin und Larry Page 1998 ihre heute legendäre Idee entwickelten und damit den Grundstein für Ihr Unternehmen Google legten. Die neue Programmierung soll Google dabei helfen, Suchanfragen besser zu verarbeiten. Der neue Algorithmus soll Sätze in Sinnzusammenhänge einordnen können und nicht bloß nach Satzfetzen auf anderen Webseiten suchen. In wie weit das wirklich schon möglich ist, sei einmal dahingestellt. Bereits seit langem berichtet Google von Neuerungen, deren Funktionsfähigkeit bisher nicht bewiesen ist. So soll Beispielsweise die Verbindung zwischen einzelnen Wörtern in Suchanfragen besser analysiert werden und somit auch ein passendes Ergebnis geliefert werden. Google behauptet schon lange das Einzahl und Mehrzahl bei Wörtern keine Rolle spielen und auch Synonyme erkannt werden können und dann durchaus eben auch die Suchtreffer der Synonyme in die Suchergebnisse eingebunden werden. Suchmaschinenoptimier konnten allerdings bisher oftmals das Gegenteil beweisen. So gab es selbst bei Einzahl und Mehrzahl starke Unterschiede welche Domain an welcher Stelle Gelistet wurde. Nicht unbedingt für den Kunden aber für den Webseitenbetreiber unheimlich wichtig. Denn wer nicht auf der ersten Seite gelistet wird, der hat nur noch eine Chance auf einige wenige Prozent der Besucher. Ca. 95% der Besucher besuchen nur die ersten 10 Suchtreffer. Heißt wer bei Google unter seinen Suchwörtern (sog. Keywords) noch nicht in den Top 10 ist, bekommt wenig Besucher über Google. Dabei ist Google in vielen Bereichen die wichtigste Traffic Quelle für Webseitenbetreiber. Der neue Suchalgorithmus ist bereits seit über einem Monat im Einsatz. Grundsätzlich entscheidet bei Google immer mehr die Qualität einer einzelnen Unterseite darüber welche Seite ganz oben Angezeigt wird und weniger die Qualität des ganzen Webprojektes. Faktor Nummero Uno ist wie gut die Unterseite zur Suchanfrage passt. Ein weiteres neues Feature könnte sich Google bei der Suchmaschine Wolfram Alpha abgeschaut haben. Google bindet immer mehr Daten direkt in die Suchergebnisse ein. Dazu nutzt Google eine eigene Datenbank "Knowledge Graph". Darin sind viele Fakten, Bilder und Biographien enthalten. Seit mehr als einem Jahr zeigt Google Fakten aus dem Knowledge Graph neben den Suchergebnissen an. In Deutschland sind es weniger Biographien u.a. (hier fehlen fast immer die Übersetzungen) sondern oftmals reine Fakten. Sucht man Beispielsweise nach Wechselkursen, dem Wetter, Geburtsdaten oder Informationen zu einem Land, bekommt man oftmals direkt in den Suchergebnissen Fakten präsentiert. Wer nach einem Bekannten Gebäude wie der Allianz Arena in München sucht, der bekommt neben den Eckdaten wie dem Baujahr, Baustil und der Adresse auch Informationen zu Veranstaltungen, den Sitzplätzen und vielem mehr. Nutzer müssen so nicht mehr auf die Suchergebnisse klicken sondern bekommen Teile der Ergebnisse direkt angezeigt. Das ist für Webseitenbetreiber die auf diesem Feld tätig waren sehr ärgerlich, denn Ihnen gehen große Werbeeinnahmen verloren. Für Google ist es aus zwei Gründen gut und wichtig. 1. Der Benutzer hat eine höhere Verweildauer auf Google Seiten und findet trotzdem schneller und effizienter Ergebnisse. 2. Viel wichtiger aber: Studien haben ergeben, dass die Nutzer nur noch die eigentlichen Suchergebnisse wahrnehmen. Alles andere Interessier sie nicht. Heißt: Immer weniger Nutzer klicken auf Google Werbung weil auch diese nicht mehr Wahrgenommen wird. Das ist ein Trend dem Google hiermit entgegensteuert. Wenn auch rechts von den Suchergebnissen wichtige und Interessante Fakten stehen, schauen die Leute auch zwangsweise auf die Werbung die darüber und darunter platziert ist. Google lebt Hauptsächlich immer noch von seinen Werbeeinnahmen. Langfristig gesehen will Google diesen Markt viel stärker ausbauen und viel mehr Daten selbst aufbereiten. Im Google Blog stellt das Unternehmen als mögliche Anfrage dazu folgendes Beispiel vor: "Vergleiche Butter mit Olivenöl" Als Ergebnisse liefert Google dann Informationen über die Kalorienanzahl und den Cholesteringehalt der Lebensmittel. Der genaue Suchalgorithmus ist natürlich streng geheim. Immerhin handelt es sich hierbei um Googles einzigen Geschäftsvorteil im Vergleich zur Konkurrenz von Bing oder Yahoo. Eigendlich jedem Webmaster bekannt, ist der sog. Pagerrank (PR). Einer einfachen Liste von 0 bis 10 in die je nach Anzahl von Links die auf eine Webseite verweisen, eben diese Webseite eingeteilt wird. Jede Seite die verlinkt, hat selber einen Pagerank. Je höher dieser ist, desto besser für die Domain auf die Verlinkt wird. Noch immer kann man bei Google "High PR Links" und ähnliches erwerben, doch der Pagerank ist nur ein Kriterium von Google. Offensichtlich Gekaufte Links kann Google außerdem mittlerweile sehr gut erkennen und abstrafen. Es gilt zwar immer noch: Wer häufig verlinkt wird landet oben. Heute spielt aber insbesondere die Themenrelevanz eine große Rolle. In den letzten Jahren führte Google aber auch immer mehr Kriterien zur Personalisierung von Suchergebnissen ein. So spielt es heute eine Rolle, von wo aus (ungefährer Aufenthaltsort) ich eine Dienstleistung suche (oft bekomme ich dann lokale Suchergebnisse angezeigt ohne dies zu wollen) oder welche Webseiten ich schon besucht habe. Auch die Verweildauer auf einer Webseite spielt eine immer größer werdende Rolle. Das Google eigene Soziale Netzwerk Google+ könnte und dürfte auch immer mehr in die Suchergenbisse eingebunden werden und könnte bald schon einen Rankingfaktor da stellen.

Tags: Google Suche, Google Suchtreffer, Gutes Ranking in Google